Was kostet eine Drohnenvermessung? Preise und Praxisbeispiele 2026
Eine Drohnenvermessung kostet je nach Projektgröße, Verfahren und Datenprodukt typischerweise zwischen 1.500 € für kleine Aufmaße und über 40.000 € für mehrkilometrige Korridore. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Kostenfaktoren und fünf konkrete Praxisbeispiele - neutral aufbereitet von passpunkt, der Vermittlungsplattform für Vermessungs- und Geodaten-Anbieter in Deutschland.
Die Preise in diesem Beitrag stammen aus realen Projekten. Sie dienen als Richtwerte, nicht als verbindliches Angebot.
Was treibt die Kosten einer Drohnenvermessung?
Drei Faktoren bestimmen den Preis maßgeblich:
Projektfläche und Geländeform. Je größer und komplexer das Gelände, desto mehr Befliegungen, Passpunkte und Auswertungsaufwand. Eine ebene Deponie ist günstiger pro Hektar als ein verwinkeltes Innerortsgebiet mit Bebauung und Vegetation.
Eingesetztes Verfahren. UAV-Photogrammetrie ist in der Regel kostengünstiger als UAV-LiDAR. LiDAR wird nötig, sobald Vegetation den Boden verdeckt - etwa im Wald, an Deichen oder bei dichter Bebauung.
Geforderte Datenprodukte. Eine reine Bildauswertung ist günstiger als eine klassifizierte Punktwolke mit Geländemodell, Querprofilen und CAD-fähigen Bestandsplänen. Jedes zusätzliche Datenprodukt erhöht die Auswertungszeit deutlich.
Fünf Praxisbeispiele aus realen Projekten
Die folgenden Preise wurden aus tatsächlich umgesetzten Vermessungsprojekten dokumentiert. Sie zeigen, wie sich Fläche, Verfahren und Datenprodukte auf den Endpreis auswirken.
| Projekt | Größe | Datenprodukte | Preis |
|---|---|---|---|
| Deponie | 60 ha | Punktwolke, Orthofoto | ca. 4.000 € |
| Neubaugebiet | 8 ha | farbkodierte, georeferenzierte Punktwolke, Bilder | ca. 3.000 € |
| Baugebiet | 9,5 ha | Volumenmodell, Punktwolke, Orthofoto | ca. 3.000 € |
| Korridor (UAV-LiDAR) | ca. 10 km | Orthofoto, klassifizierte Punktwolke, DGM | ca. 17.000 € |
| Bahnstrecke | ca. 33 km | Querprofile alle 20 m (PDF), Punktwolke, Orthofoto | ca. 43.000 € |
Die Beispiele zeigen eine klare Tendenz: Lineare Infrastrukturprojekte wie Korridore und Bahnstrecken liegen im fünfstelligen Bereich, weil Flugplanung, Passpunktdichte und Auswertung mit jeder Streckenlänge wachsen. Kompakte Flächenprojekte unter zehn Hektar bewegen sich regelmäßig zwischen 3.000 und 5.000 Euro.
Einzelpositionen - was kostet was?
Wenn Sie ein Angebot prüfen wollen, helfen die typischen Einzelpreise beim Plausibilisieren:
| Position | Preisspanne |
|---|---|
| Einmessen von Passpunkten | 300 – 700 € |
| Drohnenflug (pro Tag, je nach Projektumfang) | 2.000 – 3.000 € |
| Auswertung Orthofoto | 400 – 800 € |
| Auswertung farbkodierte Punktwolke | 800 – 1.200 € |
Diese Positionen werden in der Praxis projektweise gebündelt und nicht einzeln berechnet. Die Übersicht hilft beim Vergleich verschiedener Pauschalangebote.
Im Vergleich zur klassischen Vermessung
Klassische Vermessung mit Totalstation und GNSS ist bei kleinen, gut zugänglichen Aufmaßen oft schneller und günstiger. Sobald die Fläche über etwa fünf Hektar wächst oder das Gelände schwer begehbar ist, dreht sich das Verhältnis: Eine Drohnenbefliegung erfasst in einem Flugtag, wofür ein Bodentrupp Tage bis Wochen brauchen würde - bei vergleichbarer oder höherer Datendichte.
Für Volumenermittlungen, Baufortschrittsdokumentation und großflächige Bestandsaufnahmen ist die UAV-gestützte Vermessung deshalb in den meisten Fällen wirtschaftlicher. Die Wahl zwischen beiden Verfahren hängt nicht nur von den reinen Vermessungskosten ab, sondern auch von Faktoren wie Sicherheit, Betriebsunterbrechungen und Dokumentationstiefe.
So sparen Sie bei der Anbieter-Auswahl
- Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur Preise, sondern auch Datenprodukte und Genauigkeitsangaben.
- Prüfen Sie, ob der Anbieter die für Ihr Projekt passende Technik einsetzt (Photogrammetrie vs. LiDAR).
- Klären Sie vorab, welche Datenformate Sie benötigen (LAS, LAZ, DWG, PDF) - Nacharbeit kostet extra.
- Fragen Sie nach Referenzen aus ähnlichen Projekten - ein erfahrener Anbieter arbeitet effizienter.
- Achten Sie auf versteckte Kosten wie Anfahrt, Passpunkt-Einmessung oder zusätzliche Auswertungsstufen.
Konkretes Angebot zu Ihrem Projekt.
Welcher Preisrahmen für Ihr Vorhaben realistisch ist, hängt von Fläche, Zugänglichkeit, geforderten Datenprodukten und Region ab. Schildern Sie Ihr Projekt - passpunkt prüft Ihre Anfrage und vermittelt an passende Anbieter aus dem Verzeichnis.
Hinweis: Die genannten Preise sind Richtwerte aus konkreten Projekten und können je nach Anforderung abweichen. Eine verbindliche Aussage erhalten Sie über eine Projektanfrage.
Für weitere Informationen zum Thema Drohnen und zur Klärung spezifischer Fragen im Zusammenhang mit der Verwendung von Drohnen empfehlen wir Ihnen dringend, sich bei den zuständigen Genehmigungsbehörden wie dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) zu informieren. Besuchen Sie dazu bitte die offizielle Website des LBA unter https://www.lba.de/DE/Drohnen/Drohnen_node.html
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