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Drohnenvermessung in Deutschland

Drohnenvermessung erfasst Gelände, Bauwerke und Flächen aus der Luft und liefert Luftbilder, Geländemodelle und Punktwolken. Hier sehen Sie, welches Verfahren wofür taugt, was Genauigkeit und Kosten bestimmt und wie Sie ein passendes Fachbüro finden.

Unverbindliche Anfrage Anfrage wird gelesen Fachbüros im Verzeichnis
Passpunkt (GCP) für die Georeferenzierung im GeländeVermessungsdrohne für die DatenerfassungVolumen- und Flächenauswertung aus der VogelperspektiveVermessung im GeländeDrohne mit LiDAR-Sensor für VermessungsprojektePunktwolke eines Strommasts aus der 3D-ErfassungVermessungsdrohne im FlugLuftbild aus einer DrohnenbefliegungIllustration einer Volumenberechnung aus Vermessungsdaten
Passpunkte (GCP)

Drohnenvermessung auf einen Blick

Was es ist

Erfassung von Gelände und Objekten aus der Luft mit Kamera oder Laserscanner. Ergebnis sind Orthofotos, Geländemodelle, Punktwolken und Pläne.

Wie genau

Mit gut verteilten Passpunkten sind wenige Zentimeter erreichbar. Die Angabe gehört ins Angebot und in den Bericht.

Was es kostet

Meist ein Pauschalpreis je Projekt. Fläche, Verfahren, Genauigkeit und Zugang bestimmen ihn.

Was es nicht ersetzt

Grenzfeststellung und Gebäudeeinmessung. Dafür sind die Vermessungsbehörden und öffentlich bestellte Vermessungsingenieure zuständig.

Drohnenvermessung erklärt

Was ist Drohnenvermessung, und wofür taugt sie?

Bei der Drohnenvermessung fliegt eine Drohne ein vorab geplantes Streifenmuster ab und erfasst das Gelände mit einer Kamera oder einem Laserscanner. Aus den Daten entstehen Orthofotos, Geländemodelle, Punktwolken und Pläne, die in einem amtlichen Bezugssystem vorliegen und in CAD-, GIS- oder BIM-Programmen weiterverwendet werden. Sie eignet sich überall dort, wo viel Fläche schnell erfasst werden soll oder der Boden schwer zugänglich ist: Baufelder, Halden, Trassen, Dächer und Hänge. Für Innenräume und Bauwerksdetails kommen terrestrisches Laserscanning und SLAM hinzu, für einzelne Punkte mit höchster Genauigkeit bleiben Tachymeter und GNSS am Boden das Mittel der Wahl.

Photogrammetrie LiDAR Laserscanning SLAM / Mobile Mapping GNSS und Tachymeter
Grundbegriffe im Glossar →

Wofür sie sich eignet

Typische Aufgaben, bei denen Fachbüros Drohnen einsetzen.

  • Bauplanung und Bauausführung Bestandsaufnahme vor dem Entwurf, Geländemodell und Höhenlinien für Entwässerung und Erdarbeiten, Baufortschritt in festen Abständen.
  • Massen und Flächen Volumen von Halden, Aushub und Deponien, Flächen von Lager- und Umschlagplätzen, Vorher-Nachher-Vergleiche.
  • Trassen und Infrastruktur Straßen, Bahnen, Leitungen und Gewässer: lange, schmale Korridore, die sich am Boden nur mühsam erfassen lassen.
  • Gelände unter Bewuchs Geländemodelle unter Wald und Gebüsch gelingen mit LiDAR, weil Laserimpulse häufig durch Lücken im Bewuchs bis zum Boden gelangen.
  • Dächer und Anlagen von außen Dachflächen, Fassadenansichten und technische Anlagen als Bestandsplan oder 3D-Modell, bei Bedarf mit Wärmebildkamera.

Wo Grenzen liegen

Situationen, in denen andere Verfahren oder zusätzliche Klärung nötig sind.

  • Innenräume und enge Bereiche Ohne Himmelssicht und ohne Platz zum Fliegen übernehmen terrestrisches Laserscanning und SLAM.
  • Rechtsverbindliche Grenzen Grenzfeststellung und Gebäudeeinmessung führen die Vermessungsbehörden oder öffentlich bestellte Vermessungsingenieure aus.
  • Wetter und Licht Starker Wind, Regen und Nebel verhindern Flüge. Photogrammetrie braucht gutes Licht, LiDAR ist davon weniger abhängig.
  • Luftraum und Auflagen Flughäfen, Schutzgebiete und dicht bebaute Lagen können Auflagen, Genehmigungen oder Verbote bedeuten, die vor dem Flug zu klären sind.
  • Glatte und spiegelnde Flächen Wasser, Glas und Flächen ohne Struktur erschweren die Bildauswertung der Photogrammetrie.

Vom Objekt zum Verfahren.

Ein Hang, ein Gebäude und ein Innenraum werden unterschiedlich erfasst: per Drohne, LiDAR, Laserscanner oder SLAM. Die Kacheln zeigen, was die einzelnen Verfahren üblicherweise leisten, und führen zu den Fachbüros im Verzeichnis. Die Auswahl klären Sie mit dem Fachbüro.

Drohnenvermessung

Flächen und Baustellen aus der Luft erfassen: für Bestandsaufnahmen, Orthofotos und Volumenberechnungen.

LiDAR-Befliegung

Laserscanning aus der Luft für Geländemodelle, große Flächen und bewachsene Gebiete.

Terrestrisches Laserscanning

Hochgenaue 3D-Erfassung von Gebäuden, Infrastruktur und technischen Anlagen.

SLAM / Mobile Mapping

Innenräume und Außenbereiche im Gehen erfassen, auch ohne Satellitenempfang.

Photogrammetrie

Bildbasierte Rekonstruktion für Dokumentation, Modelle und visuelle Auswertung.

Klassische Vermessung & GNSS

Punkte, Höhen und Bestände mit Tachymeter, GNSS und Nivellement präzise vermessen.

Nicht sicher, welches Verfahren zu Ihrem Projekt passt? Vorhaben schildern

Welches Verfahren für welche Aufgabe?

Die Tabelle gibt eine erste Orientierung. Welches Verfahren im Einzelfall passt, entscheiden Gelände, Bewuchs, Genauigkeitsanforderung und Budget, und oft ist eine Kombination sinnvoll.

Welches Verfahren für welche Aufgabe
Aufgabe Üblicherweise geeignet Worauf es ankommt
Baufeld, Halde, Deponie: Flächen und Volumen Drohne mit Photogrammetrie, bei Böschungen und Bewuchs auch LiDAR Passpunkte oder RTK/PPK einplanen. Für Volumen zwei Befliegungen vergleichen, etwa vor und nach dem Abbau.
Geländemodell unter Wald und Gebüsch Drohnen-LiDAR Mehrere Rückimpulse je Laserschuss erreichen häufig den Boden. In der laubfreien Zeit sind meist mehr Bodenpunkte zu erwarten. Waldvermessung →
Straße, Bahn, Leitung: lange Korridore Drohnen-LiDAR oder Photogrammetrie Streifenplanung entlang der Trasse, Kontrollpunkte in Abständen, bei Straßen der laufende Verkehr. LiDAR für Straßen →
Dach, Fassadenansicht, Bauwerk von außen Drohne mit Photogrammetrie, bei Bedarf ergänzt durch Laserscan Schrägaufnahmen für Fassaden. Verdeckungen durch Bäume und Nachbarbebauung beachten.
Innenraum, Keller, Tunnel SLAM oder terrestrisches Laserscanning Kein Satellitenempfang nötig. Standpunkte und Laufwege so planen, dass Verdeckungen klein bleiben. SLAM und Mobile Mapping →
Industrieanlage, Bestand im Detail Terrestrisches Laserscanning, Dächer oft per Drohne Hohe Punktdichte und längere Messzeit. Das CAD- oder BIM-Modell ist ein eigener Auswertungsschritt. Laserscanning →
Einzelne Punkte, Höhenbezug, Grenzen Tachymeter, GNSS und Nivellement Höchste Genauigkeit an wenigen Punkten. Amtliche Grenzen bleiben bei den zuständigen Stellen. GNSS und Tachymeter →

LiDAR oder Photogrammetrie? Den ausführlichen Vergleich finden Sie im Ratgeber. Zum Vergleich

Wie genau ist Drohnenvermessung?

Das hängt weniger von der Drohne als vom Vorgehen ab. Mit gut verteilten Passpunkten sind bei Photogrammetrie Abweichungen von wenigen Zentimetern erreichbar, bei LiDAR bestimmen Sensor, Flughöhe und Georeferenzierung das Ergebnis. Eine pauschale Zahl gibt es nicht. Entscheidend ist, dass das Büro die erreichte Genauigkeit nennt und nachweist.

Was die Genauigkeit bestimmt

  • Passpunkte und Kontrollpunkte: Passpunkte (GCP) passen die Daten in das Koordinatensystem ein, unabhängige Kontrollpunkte zeigen, wie gut das gelungen ist. Beides bleibt auch mit RTK- oder PPK-Drohne sinnvoll.
  • RTK und PPK: Die Drohne bestimmt ihre Position per GNSS mit Korrektur in Echtzeit (RTK) oder nachträglich (PPK). Das verringert den Passpunktbedarf, ersetzt die Kontrolle am Boden aber nicht.
  • Flughöhe und Bodenauflösung: Je niedriger der Flug, desto feiner die Bodenauflösung (GSD), aber desto mehr Bilder und Flugzeit.
  • Gelände und Bewuchs: Dichter Bewuchs, Wasser und glatte Flächen erschweren die Auswertung. Bei LiDAR hängt die Zahl der Bodenpunkte vom Bewuchs ab.
  • Sensor und Auswertung: Kamera oder Laserscanner, Kalibrierung und Software beeinflussen Rauschen, Lücken und Passgenauigkeit.
Genauigkeit von Photogrammetrie und LiDAR im Detail →

Was im Angebot stehen sollte

  • Bezugssystem: In Deutschland amtlich sind die Lage im ETRS89 mit UTM-Abbildung und die Höhe im DHHN2016. Das Büro nennt das System, in dem es liefert.
  • Genauigkeitsangabe: Die erwartete Genauigkeit für Lage und Höhe getrennt, als Zahl und nicht nur als Gerätedaten.
  • Kontrollpunkte: Ob unabhängige Kontrollpunkte gemessen und im Bericht ausgewiesen werden.
  • Lieferumfang und Formate: Welche Daten in welchem Format übergeben werden, etwa Punktwolke als LAS, LAZ oder E57, Orthofoto als GeoTIFF, Pläne als DXF oder DWG.
  • Rohdaten und Nutzungsrechte: Ob Rohdaten und Projektdateien mitgeliefert werden und wer die Daten wofür nutzen darf.
  • Zeitplan und Wetter: Wann geflogen wird und was gilt, wenn das Wetter die Befliegung verschiebt.
GNSS, RTK und PPK im Glossar →

Was Sie bekommen: typische Ergebnisse

3D-Daten für Planung, Bau und Bestand. Welche Ergebnisse geliefert werden, legen Sie mit dem Fachbüro fest.

Luftbild

Orthofotos & Luftbilder

Maßstabsgetreue Luftbilder von Baufeldern, Liegenschaften und Trassen als GeoTIFF, mit Bodenauflösung im Zentimeterbereich. Grundlage für Pläne, Dokumentation und Flächenermittlung.

Gelände

Geländemodelle & Höhenlinien

Digitale Geländemodelle, Oberflächenmodelle und Höhenlinien für Entwässerung, Erdarbeiten und Massenermittlung, aus Photogrammetrie oder LiDAR.

Bestand

Punktwolken & 3D-Modelle

Dichte Punktwolken als LAS, LAZ oder E57 und daraus abgeleitete Oberflächen- oder Gebäudemodelle für Bestandsdokumentation und Planung.

Tiefbau

Volumen & Flächen

Massenermittlung für Aushub, Halden und Deponien. Vergleiche zwischen zwei Befliegungen zeigen Veränderungen und Mengen.

Hochbau

Baufortschritt & Bestand

Wiederkehrende Befliegungen dokumentieren den Baufortschritt und machen Abweichungen vom Plan sichtbar.

CAD/BIM

Pläne & CAD/BIM-Daten

Lagepläne, Schnitte und Ansichten als DXF oder DWG sowie Punktwolken als Grundlage für BIM-Modelle (Scan-to-BIM).

Welche Formate es gibt, erklärt das Glossar zu Geodaten und Datenformaten

Was kostet eine Drohnenvermessung?

Das lässt sich nur für das einzelne Projekt beantworten. Üblich ist ein Pauschalpreis aus Anfahrt, Befliegung, Auswertung und Lieferung, bei großen Flächen kann auch nach Fläche abgerechnet werden. Den größten Einfluss haben Fläche, Verfahren, geforderte Genauigkeit, Auswertungsumfang und der Zugang zum Gelände. Je genauer Ihre Anfrage mit Ort, Fläche, Zweck und gewünschten Daten, desto genauer das Angebot.

Preise und Praxisbeispiele 2026 im Kosten-Ratgeber →
Projekt beschreiben

So läuft eine Drohnenvermessung ab

Den genauen Ablauf legt das ausführende Fachbüro im Angebot fest. Diese sechs Schritte sind üblich.

  1. 1

    Ziel und Umfang klären

    Wofür werden die Daten gebraucht, welche Fläche, welche Genauigkeit, welche Formate, bis wann?

  2. 2

    Luftraum und Auflagen prüfen

    Geografische Gebiete, Schutzgebiete, Eigentümer und Betreiber vor Ort. Bei Bedarf Meldung oder Genehmigung.

  3. 3

    Befliegung planen

    Flugstreifen, Überdeckung, Flughöhe und Passpunkte festlegen, ein Wetterfenster abstimmen.

  4. 4

    Messen und fliegen

    Passpunkte einmessen, Flug durchführen und die Daten vor Ort auf Vollständigkeit prüfen.

  5. 5

    Auswerten

    Aus Bildern oder Laserdaten entstehen Punktwolke, Geländemodell, Orthofoto und Pläne. Die Georeferenzierung wird kontrolliert.

  6. 6

    Übergeben und abnehmen

    Lieferung der vereinbarten Daten mit Bericht zur Genauigkeit, offene Fragen klären, dann abnehmen.

Was vor einem Projekt geklärt werden sollte

Die konkrete Prüfung hängt immer vom Projektstandort und dem geplanten Verfahren ab.

Drohne & Luftraum

  • Betreiber und Pilot: Der Betreiber ist beim Luftfahrt-Bundesamt registriert, trägt die e-ID an der Drohne, weist die Kompetenz nach (A1/A3, für Flüge näher an unbeteiligten Personen A2) und ist haftpflichtversichert.
  • Offene und spezielle Kategorie: In der offenen Kategorie gelten Sichtkontakt, höchstens 120 Meter Flughöhe und weniger als 25 Kilogramm Startmasse. Darüber hinaus, etwa außerhalb der Sichtweite, ist die spezielle Kategorie einschlägig, die eine Betriebserklärung oder Betriebsgenehmigung bei der Luftfahrtbehörde voraussetzt.
  • Geografische Gebiete: Flughäfen, Naturschutzgebiete, Verkehrswege, Anlagen und Siedlungen können Flüge einschränken. Die Karte auf dipul.de zeigt, was am Standort gilt.
  • Grundstück und Betreiber vor Ort: Für den Zugang und den Start kann die Zustimmung der Eigentümer nötig sein, auf Werksgeländen und Baustellen die des Betreibers.
  • Datenschutz: Bildaufnahmen können Personen und Grundstücke zeigen. Datenschutz und Persönlichkeitsrechte gehören in die Flugplanung.
Luftraum auf dipul.de prüfen →

Vermessung & Geodaten

  • Projektbezogene Vermessung: Drohnenvermessung liefert Daten für Planung, Bau, Massenermittlung und Dokumentation. Welche Genauigkeit und welcher Nachweis dafür nötig sind, legen Auftraggeber und Fachbüro fest.
  • Amtliche Vermessung: Katastervermessungen, die Eigentumsgrenzen festlegen oder Gebäude einmessen, sind landesrechtlich geregelt. Je nach Bundesland führen sie die Vermessungsbehörden oder öffentlich bestellte Vermessungsingenieure (ÖbVI) aus.
  • Lagepläne und Nachweise: Ob ein amtlicher Lageplan, ein Gutachten oder ein Nachweis für Behörden gebraucht wird, hängt vom Verfahren und vom Landesrecht ab. Das sollte vor der Beauftragung mit der zuständigen Stelle geklärt werden.
  • Amtliche Geobasisdaten: Die Landesvermessungsverwaltungen stellen Geländemodelle, Laserdaten und Orthophotos bereit, in vielen Ländern als offene Daten. Sie können Planung und Georeferenzierung ergänzen.
  • Bezugssysteme: Lage im ETRS89 mit UTM-Abbildung, Höhe im DHHN2016: Das sind die in Deutschland amtlichen Systeme.
Mehr zu rechtlichen Rahmenbedingungen →
Die Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine projektbezogene Prüfung. Maßgeblich sind der konkrete Standort, das geplante Verfahren sowie die zum Projektzeitpunkt geltenden Regeln und Behördeninformationen. Stand: Oktober 2026.

Vermittlung übernehmen lassen. Oder selbst suchen.

Im Verzeichnis sehen Sie alle eingetragenen Fachbüros. Bei der Vermittlung wählen wir unter den Büros, die wir dafür aufgenommen haben. Empfohlen ist die persönliche Vermittlung, denn sie spart Ihnen die Recherche.

Weg A, empfohlen

Vermittlung durch passpunkt

Sie schildern das Vorhaben einmal. Wir holen die Angebote ein.

  1. Projekt schildern. Über das Anfrageformular auf passpunkt.de, so ausführlich wie es für Sie passt.
  2. Anfrage weiterleiten. Wir lesen die Anfrage, klären bei Bedarf Rückfragen und leiten sie anonym an bis zu vier passende Fachbüros weiter.
  3. Angebote erhalten. Interessierte Büros machen ein Angebot, wir übermitteln es Ihnen. Sie entscheiden, ob und mit wem Sie weiterarbeiten.
Vermittlung ausschließlich für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber. Geeignet, wenn das Verfahren oder der passende Anbieter noch nicht feststeht.
Projekt einreichen →
Weg B

Verzeichnis selbst durchsuchen

Sinnvoll, wenn das gesuchte Profil schon klar ist und Sie direkt vergleichen möchten.

  1. Passend filtern. Nach Verfahren, Region und Profilmerkmalen eingrenzen.
  2. Profile vergleichen. Leistungen, Technik und Einsatzgebiete auf einen Blick prüfen.
  3. Direkt anfragen. Über die Kontaktdaten im Profil direkt beim Büro anfragen.
Gut, wenn Sie bereits wissen, wonach Sie suchen.
Zum Anbieter-Verzeichnis →

Lieber per E-Mail? anfrage@passpunkt.de

Häufige Fragen zur Drohnenvermessung

Drohnenvermessung ist die Erfassung von Gelände, Bauwerken und Flächen mit einer Drohne, die eine Kamera oder einen Laserscanner trägt. Aus den Daten entstehen Orthofotos, Geländemodelle, Punktwolken und Pläne in einem amtlichen Koordinatensystem. Sie ersetzt die Messung am Boden nicht überall, ergänzt sie aber bei großen, unübersichtlichen oder schwer zugänglichen Flächen.

Das hängt vom Projekt ab: von Fläche, Verfahren, geforderter Genauigkeit, Auswertungsumfang und dem Zugang zum Gelände. Üblich ist ein Pauschalpreis, den das Büro im Angebot nennt. Preise und Praxisbeispiele stehen im Kosten-Ratgeber. Mit Ort, Fläche, Zweck und gewünschten Daten in der Anfrage wird das Angebot genauer.

Mit gut verteilten Passpunkten sind bei Photogrammetrie Abweichungen von wenigen Zentimetern erreichbar. Bei LiDAR bestimmen Sensor, Flughöhe und Georeferenzierung das Ergebnis. Eine pauschale Zahl gibt es nicht, weil Gelände, Bewuchs und Auswertung eine Rolle spielen. Lassen Sie sich die erwartete Genauigkeit für Lage und Höhe im Angebot nennen und im Bericht durch Kontrollpunkte belegen.

Das hängt vom Objekt ab. Die Drohne ist stark bei großen Flächen, Dächern, Halden und Trassen. Terrestrisches Laserscanning und SLAM sind stark bei Gebäuden, Innenräumen und technischen Anlagen, wo Details und Verdeckungen zählen. Häufig werden beide kombiniert, etwa die Drohne für das Dach und der Laserscan für Fassade und Innenraum.

Photogrammetrie berechnet aus überlappenden Fotos eine Punktwolke und liefert zugleich Farbe und Textur. LiDAR misst Entfernungen mit Laserimpulsen und erreicht bei Bewuchs häufig den Boden, weil ein Impuls mehrere Rückmeldungen erzeugen kann. Photogrammetrie ist meist günstiger und für sichtbare Oberflächen und Orthofotos gut geeignet, LiDAR für Geländemodelle unter Bewuchs. Einen ausführlichen Vergleich bietet der Ratgeber.

Passpunkte sind im Gelände eingemessene Punkte, die die Daten in das Koordinatensystem einpassen. Drohnen mit RTK oder PPK brauchen weniger davon. Auch mit RTK oder PPK empfehlen Fachleute, einige Punkte zur Kontrolle zu messen, damit die erreichte Genauigkeit belegt werden kann. Das Büro legt im Angebot fest, wie viele Punkte nötig sind.

Das hängt von Standort, Drohnensystem und Flugprofil ab. In der offenen Kategorie ist keine Genehmigung der Luftfahrtbehörde nötig, solange Sichtkontakt, höchstens 120 Meter Flughöhe und weniger als 25 Kilogramm Startmasse eingehalten werden. Der Betreiber muss registriert und haftpflichtversichert sein und einen Kompetenznachweis haben. In geografischen Gebieten wie der Umgebung von Flughäfen oder in Schutzgebieten gelten zusätzliche Regeln, Flüge in der speziellen Kategorie brauchen eine Betriebserklärung oder Betriebsgenehmigung. Die Prüfung übernimmt in der Regel das Fachbüro, eine erste Orientierung bietet dipul.de.

Drohnenvermessung ist projektbezogene Vermessung für Planung, Bau, Massenermittlung und Dokumentation. Sie ist keine Katastervermessung. Grenzfeststellungen und Gebäudeeinmessungen dürfen nur die dafür befugten Stellen ausführen, je nach Bundesland Vermessungsbehörden oder öffentlich bestellte Vermessungsingenieure. Ob ein Ergebnis für einen bestimmten Zweck anerkannt wird, etwa in einem Genehmigungsverfahren, sollte vor der Beauftragung mit der zuständigen Stelle geklärt werden.

Je nach Verfahren und Vereinbarung können unter anderem Punktwolken (zum Beispiel LAS, LAZ oder E57), Orthofotos als GeoTIFF, Geländemodelle, Höhenlinien, Pläne als DXF oder DWG sowie 3D-Modelle geliefert werden. Gewünschte Formate sollten bereits in der Anfrage genannt werden.

Eine pauschale Angabe ist nicht möglich. Die Befliegung ist meist der kürzere Teil, die Auswertung braucht häufig länger. Die Dauer hängt unter anderem von Projektgröße, Wetter und Jahreszeit, Genehmigungsbedarf, Zugänglichkeit und Umfang der Auswertung ab. Den Zeitplan stimmt das Fachbüro im Angebot mit Ihnen ab.

Im passpunkt-Verzeichnis lassen sich Büros nach Verfahren und Einsatzgebiet filtern und die Profile vergleichen. Alternativ schildern Sie das Projekt über das Anfrageformular: passpunkt liest die Anfrage, klärt bei Bedarf Rückfragen und leitet sie anonym an bis zu vier passende Fachbüros weiter. Interessierte Büros machen ein Angebot, das wir Ihnen übermitteln. Ob und mit wem Sie weiterarbeiten, entscheiden Sie. Für Anfrage und Vermittlung stellt passpunkt Auftraggebern keine Gebühr in Rechnung. Die Vermittlung richtet sich ausschließlich an Unternehmen und öffentliche Auftraggeber.

Nein. Je nach Verfahren, Projektgröße und Einsatzgebiet können auch Fachbüros aus anderen Regionen Projekte bearbeiten. Das Einsatzgebiet im Profil zeigt, wo ein Büro arbeitet, manche Büros nennen ganz Deutschland. Anreise und Aufwand fließen in das Angebot ein.