- Bayern
Drohnenvermessung, LiDAR & 3D-Scanning in Bayern
Sie planen ein Vermessungsprojekt in Bayern? Über passpunkt.de finden Sie das passende Fachbüro – ob Drohnenvermessung, LiDAR-Befliegung oder Laserscanning. Wir vermitteln spezialisierte Partner aus unserem bundesweiten Netzwerk.
REGIONALE EINORDNUNG
Bayern – vielfältige Anforderungen an Vermessung
Bayern ist flächenmäßig das größte Bundesland und vereint sehr unterschiedliche Landschaften, Siedlungsstrukturen und Wirtschaftsräume. Daraus ergeben sich ganz verschiedene Anforderungen an die Geodatenerfassung.
Industrie- und Technologiestandorte
In den Ballungsräumen rund um München, Nürnberg, Augsburg oder Ingolstadt finden sich große Industrieareale, Produktionsstätten und Technologieparks. Hier können Drohnenvermessungen und Laserscanning bei der Bestandsdokumentation, der Baufortschrittskontrolle oder der Planung von Erweiterungsflächen zum Einsatz kommen.
Infrastruktur und Verkehr
Bayern investiert laufend in Straßen, Schienenwege und Energienetze. Bei Trassenplanungen, Brückenprüfungen oder dem Ausbau von Verkehrswegen lassen sich durch luftgestützte Vermessung große Strecken effizient erfassen – auch in schwer zugänglichen Bereichen.
Gewerbe- und Logistikflächen
Die Erschließung und Dokumentation von Gewerbeflächen oder Logistikstandorten erfordert oft eine genaue Bestandsaufnahme des Geländes. Digitale Geländemodelle und Volumenberechnungen eignen sich hier, um den Planungsprozess zu unterstützen und Erdmassenberechnungen zu vereinfachen.
Alpen, Voralpenland und ländliche Räume
Die bayerische Alpen- und Voralpenregion stellt besondere Anforderungen an die Vermessung. Steile Hänge, dichte Bewaldung und wechselnde Geländeformen machen klassische Methoden oft aufwendig. Drohnenbasierte Verfahren und LiDAR-Befliegungen können hier ihre Stärken ausspielen, weil sie auch unwegsames Gelände zuverlässig erfassen.
LEISTUNGSÜBERSICHT
Welche Verfahren für Ihr Projekt infrage kommen
Je nach Projekt kommen unterschiedliche Messverfahren in Frage. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen luftgestützten Verfahren – also Messungen aus der Luft – und bodengestützten Verfahren, bei denen die Sensoren am Boden arbeiten. Oft werden beide Ansätze kombiniert.
Drohnenvermessung (Photogrammetrie)
Bei der Drohnenvermessung wird ein Gebiet systematisch aus der Luft fotografiert. Aus den überlappenden Aufnahmen lassen sich anschließend am Computer dreidimensionale Modelle, Orthophotos und Geländemodelle berechnen. Das Verfahren eignet sich besonders für Flächen von einigen Hundert Quadratmetern bis hin zu mehreren Hektar – etwa Baustellen, Deponien oder landwirtschaftliche Flächen.
UAV-LiDAR
LiDAR steht für „Light Detection and Ranging". Dabei wird ein Laserscanner an einer Drohne befestigt. Der Laser tastet die Oberfläche ab und erzeugt eine sogenannte Punktwolke – eine dichte dreidimensionale Darstellung des Geländes. Der Vorteil gegenüber der Photogrammetrie: LiDAR kann auch durch Vegetation hindurchmessen und den tatsächlichen Boden unter Bäumen und Sträuchern erfassen.Drohnengestütztes LiDAR kann auch unter Vegetation zuverlässige Geländedaten liefern. Das Verfahren eignet sich besonders für bewaldete oder bewachsene Gebiete.
Airborne LiDAR
Bei sehr großen Projektflächen – etwa Trassenbewertungen über viele Kilometer oder großflächigen Geländeaufnahmen – kann auch ein bemannter Helikopter oder ein Flächenflugzeug mit LiDAR-Sensorik eingesetzt werden. Die Funktionsweise entspricht dem UAV-LiDAR, allerdings lassen sich damit deutlich größere Gebiete in kürzerer Zeit abdecken. Bei großflächigen Projekten kann LiDAR auch von bemannten Flugzeugen eingesetzt werden. Geeignet für große Trassen, Waldgebiete oder Flusseinzugsbereiche.
Terrestrisches Laserscanning (TLS)
Beim terrestrischen Laserscanning wird ein Scanner auf einem Stativ aufgestellt, der seine Umgebung millimetergenau abtastet. Das Ergebnis ist eine hochdetaillierte Punktwolke, mit der sich Gebäude, Brücken, Hallen oder andere Bauwerke exakt dokumentieren lassen. TLS kommt vor allem dort zum Einsatz, wo eine besonders hohe Genauigkeit im Nahbereich gefragt ist. Stationäre Laserscanner erfassen Gebäude, Bauwerke und Anlagen mit hoher Detailgenauigkeit. Grundlage für 3D-Bestandsmodelle oder BIM.
SLAM-Systeme / Mobile Mapping
SLAM steht für „Simultaneous Localization and Mapping". Dabei wird ein tragbarer oder fahrzeuggestützter Scanner durch ein Gebäude oder Gelände bewegt und erfasst die Umgebung in Echtzeit. Das ist besonders praktisch bei komplexen Innenräumen, Tiefgaragen oder verwinkelt bebauten Bereichen, wo ein stationärer Scanner nur schwer aufgestellt werden kann. Mobile 3D-Scanner ermöglichen die schnelle Erfassung von Innenräumen, Tunneln oder weitläufigen Gebäudekomplexen.
GNSS-gestützte Vermessung
GNSS steht für „Globales Navigationssatellitensystem" und beschreibt die satellitengestützte Positionsbestimmung – bekannt auch als GPS-Vermessung. GNSS-Empfänger werden eingesetzt, um Passpunkte zu setzen, Referenzpunkte einzumessen oder Kontrollmessungen durchzuführen. Sie bilden oft die Grundlage, auf der alle anderen Messverfahren aufbauen. Satellitengestützte Verfahren dienen der Georeferenzierung, Passpunktbestimmung und Qualitätskontrolle.
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ORIENTIERUNG
Wann eignet sich welches Verfahren?
Die Wahl des richtigen Verfahrens hängt vom Projekt ab: von der Flächengröße, der benötigten Genauigkeit, der Vegetation und dem Gelände. Die folgende Übersicht gibt eine erste Orientierung – die konkrete Empfehlung erfolgt immer projektbezogen.
| Verfahren | Eignet sich besonders für | Typische Genauigkeit |
|---|---|---|
| Drohne (Photogrammetrie) | Baustellen, Deponien, Freiflächen, Baufortschritt – offenes Gelände ohne dichte Bewaldung | ca. 2–5 cm |
| UAV LiDAR | Bewaldete Gebiete, Hanglagen, Flussläufe – überall dort, wo der Boden unter Vegetation erfasst werden soll | ca. 2–5 cm |
| Airborne LiDAR | Große Flächen und lange Trassen – ab ca. 50 ha aufwärts, z. B. Trassenplanung, Hochwasserschutz | ca. 5–15 cm |
| Terrestrisches Laserscanning | Bauwerke, Fassaden, Hallen, Brücken – hohe Detailgenauigkeit im Nahbereich | ca. 1–3 mm |
| SLAM / Mobile Mapping | Innenräume, Tunnel, verwinkelte Gebäude – Bereiche, die sich schlecht einzeln scannen lassen | ca. 1–3 cm |
| GNSS-Vermessung | Passpunkte, Referenzpunkte, Kontrollmessungen – Grundlage für alle anderen Verfahren | ca. 1–2 cm |
ERGEBNISSE
Was Sie am Ende in den Händen halten
Die Messdaten werden aufbereitet und in praxistaugliche Formate gebracht. Je nach Projektanforderung können verschiedene Ergebnisprodukte erstellt werden.
Punktwolken
Dreidimensionale Darstellungen aus Millionen einzelner Messpunkte. Sie bilden die Grundlage für weitere Auswertungen und lassen sich in CAD- und BIM-Systeme importieren.
Orthofotos
Verzerrungsfreie Luftbilder, die maßstabsgetreu sind. Sie lassen sich direkt als Planungsgrundlage nutzen – etwa in GIS-Systemen oder für Flächenberechnungen.
Digitale Geländemodelle (DGM)
Höhenmodelle, die das Gelände ohne Vegetation und Bebauung zeigen. Wichtig für Entwässerungsplanung, Erdmassenberechnungen und Trassenplanung.
3D-Modelle
Texturierte dreidimensionale Modelle von Gebäuden, Bauwerken oder ganzen Arealen. Nützlich für Visualisierungen, Dokumentation und die Abstimmung mit Projektbeteiligten.
Volumenberechnungen
Exakte Berechnungen von Aushub-, Aufschütt- oder Lagervolumen – zum Beispiel bei Deponien, Kiesgruben oder Erdbaustellen.
Bestandsdokumentationen
Umfassende Aufnahmen des Ist-Zustands, die als Grundlage für Umbau, Sanierung oder Genehmigungsverfahren dienen können.
QUALITÄTSSICHERUNG
Warum genaue Daten kein Zufall sind
Die Qualität von Geodaten entscheidet darüber, ob sie in der Praxis wirklich nutzbar sind. Deshalb gehört zu einer professionellen Vermessung immer ein durchdachtes Konzept zur Qualitätssicherung.
Jede Messung ist nur so gut wie die Rahmenbedingungen, unter denen sie stattfindet. Kalibrierte Sensoren, sorgfältig gesetzte Passpunkte und unabhängige Kontrollmessungen bilden die Grundlage für belastbare Ergebnisse. Das beginnt bereits vor dem eigentlichen Messflug oder Scan.
Die Georeferenzierung – also die genaue Verortung aller Messpunkte im amtlichen Koordinatensystem – ist dabei besonders wichtig. Ohne sie lassen sich die Daten nicht mit vorhandenen Plänen, Katasterdaten oder anderen Projektunterlagen kombinieren. GNSS-Referenzmessungen stellen sicher, dass alle Daten exakt verortet sind.
Nach der Datenerfassung werden die Ergebnisse geprüft: Stimmen die gemessenen Punkte mit den Kontrollpunkten überein? Liegen die Abweichungen innerhalb der definierten Toleranzen? Erst wenn diese Prüfungen bestanden sind, werden die Daten zur Auswertung freigegeben. Dieses Vorgehen mag selbstverständlich klingen – in der Praxis macht es aber den Unterschied zwischen brauchbaren und unbrauchbaren Geodaten.
Kalibrierung der Sensorik
Kameras und Laserscanner werden vor dem Einsatz kalibriert, um systematische Fehler zu minimieren.
Passpunkte und Referenzmessungen
Mit GNSS-Empfängern werden am Boden Referenzpunkte eingemessen, die als „Anker" für die gesamte Auswertung dienen.
Georeferenzierung
Alle Messdaten werden in das amtliche Koordinatensystem eingehängt, damit sie mit vorhandenen Unterlagen kompatibel sind.
Genauigkeitskontrolle
Unabhängige Kontrollpunkte werden mit den Ergebnissen verglichen. Nur wenn die Abweichungen innerhalb der Toleranzen liegen, werden die Daten freigegeben.
SO FUNKTIONIERT PASSPUNKT.DE
Ein Netzwerk statt einer Niederlassung
passpunkt.de ist kein einzelnes Vermessungsbüro, sondern eine Vermittlungsplattform. Dahinter steht ein bundesweites Netzwerk aus spezialisierten Fachbüros, die unterschiedliche Verfahren und Technologien abdecken.
Die Idee ist einfach: Sie schildern Ihr Projekt – und wir bringen Sie mit den Anbietern zusammen, die für genau diese Anforderungen die richtige Ausstattung und Erfahrung mitbringen. Statt selbst nach Anbietern zu suchen und Verfahren zu vergleichen, übernimmt die Plattform die strukturierte Aufnahme Ihrer Projektanforderungen.
Das hat mehrere Vorteile. Erstens: Sie erhalten keine Standardlösung, sondern eine auf Ihr Projekt abgestimmte Empfehlung – oft auch als Kombination verschiedener Verfahren. Zweitens: Durch das Netzwerk stehen Kapazitäten flexibel zur Verfügung, auch bei kurzfristigen Projekten oder speziellen Anforderungen. Und drittens: Sie haben einen zentralen Ansprechpartner, auch wenn mehrere Fachbüros beteiligt sind.
Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr Projekt in München, im Bayerischen Wald, im Allgäu oder in Franken liegt. Da passpunkt.de nicht an einen Standort gebunden ist, können für jedes Projekt die geeigneten Partner eingebunden werden – unabhängig vom Ort.
01
Projektanfrage
Sie beschreiben Ihr Vorhaben – Ort, Umfang, gewünschte Ergebnisse und Rahmenbedingungen. Eine erste Einschätzung erfolgt zeitnah.
02
Verfahrensempfehlung
Auf Basis Ihrer Angaben wird geprüft, welches Verfahren oder welche Kombination sinnvoll ist – unter Berücksichtigung von Genauigkeit, Fläche und Budget.
03
Vermittlung
Das passende Fachbüro aus dem Netzwerk wird projektbezogen ausgewählt und eingebunden. Sie erhalten einen klaren Ansprechpartner.
04
Durchführung & Ergebnis
Die Erfassung erfolgt nach den vereinbarten Qualitätsstandards. Sie erhalten die Daten in den gewünschten Formaten – geprüft und dokumentiert.
Sie haben ein Projekt in Bayern?
Schildern Sie uns Ihr Vorhaben – unverbindlich und kostenlos. Wir prüfen, welche Verfahren in Frage kommen, und vermitteln Ihnen passende Fachbüros aus unserem Netzwerk. Egal ob Drohnenbefliegung, LiDAR-Befliegung, Laserscanning oder eine Kombination mehrerer Verfahren.
